Heilige Anna

Namensbedeutung siehe Anna

Mutter Marias
Patronin der Ehe, der Mütter, Witwen, Waisen, Armen, Dienstboten


In frühchristlicher Zeit erfuhr Anna keinerlei Verehrung; diese begann – zunächst jedoch nur zögerlich – im Jahr 550, als ihr zu Ehren in Konstantinopel eine Kirche errichtet wurde. In der Zeit danach schweigen die Quellen erneut, bis im Jahr 1142 Avda, die Witwe des Königs Balduin, neben dem Bethesdateich in Jerusalem die St.-Anna-Kirche erbaute, weil man dort die Wohnung von Joachim und Anna vermutete. Einen enormen Anstieg der Verehrung erfuhr sie seit dem 13. Jahrhundert; diese erreichte mit der zunehmenden Marienverehrung im 15. und 16. Jahrhundert ihren Höhepunkt. Er manifestiert sich in Legenden zu ihrer Vita, in Wundererzählungen über die nach ihrem Tod gewirkten Wunder, in Gebeten und in bildlichen Darstellungen.
Am 8. Dezember 1854 verkündete Papst Pius IX. das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis nicht nur des Gottessohnes Jesus durch Maria, sondern auch der Maria durch Anna. Die Lehre von der "Immaculata Conceptio" ist seitdem fester Glaubenslehrsatz der Katholischen Kirche.
Wichtige Darstellungen;

1. Anna selbdritt  = Anna, Maria und das Jesuskind. Der Ausdruck selbdritt ist ein altes Wort für „Teil einer Dreiergruppe“ oder auch „zu dritt“
2. Anna lehrt Maria das Lesen lehrend (Anna, Maria und ein Buch)
3. Heilige Sippe ist in der Ikonografie ein Begriff für eine Darstellung der Verwandten Jesu Christi. Es handelt sich hierbei nicht um einen Stammbaum, sondern um ein  Familienbild. Um die heilige Anna herum werden im Motiv der heiligen Sippe ihre drei Ehemänner Joachim, Cleopas und Salomas, ihre drei Töchter namens Maria, Maria Cleopas und Maria Salome, ihre Schwiegersöhne und Enkel dargestellt