Johannes von Damaskus

geboren um 650 in Damaskus, gestorben am 4. Dezember vor 754 in Mar Saba, war ein berühmter Theologe und Kirchenvater. Als Kind einer christlichen Familie in Damaskus verbrachte er die zweite Hälfte seines Lebens als Mönch im Kloster Mar Saba südöstlich von Jerusalem.
Er überlieferte nur die  kirchliche Dogmatik. Wo er mit Fragen konfrontiert war, die in der patristischen Literatur (christlichen Theologie und Philosophie zur Zeit der Kirchenväter) nicht geklärt waren, wie etwa im Bilderstreit, entwickelte er aber auch eigenständige Gedanken. Das Bilderverbot im Alten Testament sei nur zur Verhinderung von Götzendienst, zu dem manche Juden damals neigten, erlassen worden; es habe mit dem Auftreten Christi seine Gültigkeit verloren. Vieles im Alten Testament sei bildhaft, und der Sinn von Abbildern sei, auf die Urbilder hinzuweisen. Gott sei zwar unsichtbar, aber er habe selbst durch die Inkarnation (Menschwerdung eines göttlichen Wesens) seines Sohnes ein sichtbares Bild von sich gemacht. Dieses dürfe daher auch gemalt werden.