Tempelmünzen

Die Tempelwährung bestand aus tyrischen Schekeln. Auf der einer Seite trugen sie die Abbildung des tyrischen Stadtgottes Melkart (dargestellt meist in Gestalt des Herakles) und auf der anderen Seite ein Bild des ptolemäischen Adlers, der als Zeus-Symbol galt.

 

 

Tyrische Münzen wurden wegen ihres stabileren Silbergehalts im Vergleich zu den römischen Provinzialmünzen verwendet. Die Tätigkeit der Geldwechsler, die zum Tempelpersonal gehörten, war gewinnorientiert. Daneben vergaben Wechsler und Händler möglicherweise auch Kredite für den Kauf der häufig sehr teuren Opfertiere. Die Preise für Opfertauben, die als das typische Opfer der Armen galten, richteten sich nach stadtbekannten Kursen. Die Tempelbehörden arbeiteten eng mit Produzenten und Großhändlern zusammen, die den Tempel mit kultisch reiner Opfermaterie (darunter neben Schlachttieren auch Mehl, Wein und andere Naturalien) belieferten.