Wandmalereien in Chor und Schiff der Martinskirche

Wandmalereien in Schiff und Chor

Wandmalereien in Schiff und Chor

In der Martinskirche in Waiblingen-Neustadt ist ein bedeutender Kunstschatz verborgen. In den Jahren 1380/90 wurde der Chor mit einem Marienzyklus ausgemalt und in den späteren Jahren 1420/30 das Schiff mit Passionsbildern durch unbekannte Künstler versehen. Die Bilder sind in Secco-Technik gemalt und waren jahrhundertelang übertüncht.

Beim Ausbau der Orgel in den Jahren 1954/55 wurden sie durch Zufall wiederentdeckt. Zu dieser Zeit und in den späteren Jahren 1979/81 wurden die Bilder im Chor und ein großer Teil der Bilder im Schiff frei gelegt.

Das Bildwerk ist in seiner Komposition einzigartig. Die Besonderheit besteht in ihrer frühen Entstehungszeit und in der Geschlossenheit des Bildprogramms. Einzelne Darstellungen sind im süddeutschen Raum sonst nicht bekannt, wie zum Beispiel die „Kornfeldlegende“.

Besonders sehenswert ist auch die Figur des Gekreuzigten im Chorfenster (ca. 1320).